Montag, 5. März 2012

Papa. ♥


Eigentlich ist mein Leben im Moment ja alles andere als leicht. Ich darf garnicht dran denken, sonst könnte ich wieder losheulen. Schon über ein Jahr bin ich jetzt krank. Trotz den ganzen Schwierigkeiten haben meine Familie und meine Freunde mich unterstützt. Bis auf eine Person: mein Vater. Mein eigener Vater. Als ich im Krankenhaus lag, kam er mich nur einmal für 10 Minuten besuchen, obwohl ich am Wochenende eingeliefert wurde. Meine Mutter war jeden Tag bei mir. Tag und Nacht, obwohl sie arbeiten musste. Ja..auf meine Mutter war Verlass. Aber was war mit meinem Vater? Bis dahin wusste ich nicht, was wirklich in ihm vorging. Warum er so still war. So abweisend. So..kaltherzig. Ich fragte mich jeden Tag, wie man so zu seiner eigenen Tochter sein kann. Es verletzte mich so sehr, dass ich mich jeden Tag in den Schlaf weinte. Warum war er so zu mir? Was hatte ich ihm getan? Ein halbes Jahr später kam dann die Diagnose. Jetzt weinte ich mich nicht mehr aus Angst, ihm nicht wichtig zu sein in den Schlaf, sondern aus Angst, ihn zu verlieren.

Jeden Tag, jede Nacht habe ich Angst, dass er schon bald nicht mehr da sein wird.

Ich liebe dich, Papa.

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