Jetzt, nach drei Wochen, spürte sie wieder Boden unter den Füßen. Zumindest brachte sie es inzwischen fertig, seine Freunde auf dem Pausenhof zu sehen, ohne sofort dieses endlose, schreckliche Fallen im Bauch zu spüren. Sie hatte es im Griff. Und wenn die Wut zu schlimm wurde, gab es immer noch das Tanzen. Wenn die Musik so laut war, dass sie im Zwerchfell vibrierte, gleißte hinter ihren Lidern nur noch ein gnädiges, kühles Weiß, das alle Bilder löschte. Lediglich die Unruhe, die ihr seit Tagen zu schaffen machte, ließ sich nicht vertreiben. Eine Rastlosigkeit, die es ihr auch heute Morgen unmöglich gemacht hatte, sich auf die Mathearbeit zu konzentrieren. Eine innere Unruhe, die sie jetzt dazu brachte, mit den Fingern auf dem Oberschenkel herumzutrommeln, als hätte sie einen Koffeinrausch.

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